Hecken und Feldgehölze

Hecken und Feldgehölze erfüllen im Naturhaushalt vielfältige Funktionen: Sie

  • beleben und gliedern die Landschaft
  • bieten an Bachufern und Böschungen Erosionsschutz
  • bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten idealen Lebensraum
  • wirken klimaausgleichend und als Windschutz
  • fördern den biologischen Pflanzenschutz.

Hecken liefern viele Früchte, die neben wichtigen Vitaminen weitere wertvolle Wirkstoffe beinhalten, die seit alters her als bewährte Heil- und Hausmittel dienen. Allen bekannt und sehr beliebt ist der Hagebuttentee aus den Früchten der Heckenrose. Das Hägenmark, ein aus dem Mus der Früchte hergestellter Brotaufstrich, nimmt es im Vitamin-C-Gehalt locker mit Zitronen auf.

Bei manch einer Fruchtsorte ist aber Vorsicht geboten. Sie sieht zwar hübsch aus, ist aber giftig. Dazu zählen die schwarzen Beeren des Ligusters sowie die orangeroten Früchte des Pfaffenhütchens. Aus diesem Grund dürfen diese Sträucher nicht an Kinderspielplätzen gepflanzt werden. Kinder sollten frühzeitig unterscheiden lernen, dass diese Früchte nur für die Vögel bestimmt sind.

Ganz anders die Haselnuss! Die Nüsse sind beliebt bei Jung und Alt und helfen den Eichhörnchen über den kalten Winter ... sofern sie ihre Verstecke wieder finden.
Früher wurden Hecken von den Landwirten regelmäßig auf den Stock gesetzt (über dem Boden abgesägt) und dadurch langfristig erhalten. Meist wurde dabei Brennholz gewonnen. Heckenpflege ist notwendig für die Verjüngung. Aber bitte immer nur abschnittsweise und nur außerhalb der Brutzeiten der Vögel!

Heckentafel vor der Hecke auf dem Lehrpfad Heimische Gehölze.