3/8 Kanal

Der 3/8-Kanal (früher auch Mühlgraben genannt) war früher nicht weniger wichtig als das Hauptbett der Echaz. Hier befanden sich immerhin bis zur weiteren Aufteilung in den 2/8-Kanal und den 1/8-Kanal an der Klosterstraße fünf Mühlen. Eine Turbine in der Oberen Mühle (ehemals Rehm'sche Mühle) ist in Betrieb.

Die Echaz diente aber über die Jahrhunderte weit mehr als nur der Wasserkraftgewinnung. Ihr klares und frisches Wasser brachte einst vortreffliche Forellen hervor. Die Verleihung der Fischereirechte durch Kaiser Otto den Großen im Jahr 937 an den Pfullinger Kirchenmann Hartbert war somit auch Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung Pfullingens.

Die Qualität der Forellen wird noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gelobt. In jener Zeit war die Echaz elementar für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und das Vieh. Da aus dem Mühlgraben das Wasser für die Stadtbrunnen, durch die die Einwohner versorgt wurden, entnommen wurde, war die Verteilung des Wassers über Jahrhunderte immer wieder Anlass für Streit zwischen den Müllern, den Bürgern und der Stadtverwaltung.

Hier kann man was erleben!

Um zu prüfen, ob die Wasseramsel ihre Nahrung, also kleinste Bachflohkrebse oder Köcherfliegenlarven findet, muss man die Steine und das Laub im Bachbett anheben und inspizieren. Was ist hier zu finden?

Foto: Köcherfliegenlarve; Dr. Klaus-Jürgen Maier