Das Hakenmännle vom Urfall

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Der ,,Urfall" draußen im Entensee teilt die Echaz in einen Drei-Achtel- und einen Fünf-Achtel-Kanal. Vor der Flussbettregulierung war das Flüsschen an dieser Stelle ziemlich strudelnd und reißend. Der wild-romantische Winkel war früher ein sehr beliebter Spiel- und Badeplatz für Kinder, aber auch nicht ganz ungefährlich. Vor allem wegen der hier oft auftretenden Strudel war die sonst harmlose Echaz am ,,Urfall" unberechenbar. Deshalb schärften die Eltern ihren Kindern auch immer wieder ein, ja nicht zu nahe an den ,,Wirbel" heranzuschwimmen, sonst würden sie augenblicklich vom gefürchteten Hakenmännle mit dessen langer Hakenstange in den Strudel hineingezogen werden.

Es ist auch von einem Pfullinger Bauern die Rede, der aus Unvorsichtigkeit mitsamt seinem Ochsen und dem vollbeladenen Heuwagen vom Hakenmännle in den Strudel gezerrt worden und darin spurlos verschwunden sei. Der ,,Wirbel" des einstigen ,,Urfalls" sei nämlich so tief gewesen, dass dort ohne weiteres eine hohe Pappel im Sog habe verschwinden können. (Aus: Martin Fink und Ina Brandmaier: Pfullinger Sagen. 1999)