Die Baumannsche Mühle

Die wasserreiche Echaz, aus dem Karstreservoir der Schwäbischen Alb gespeist, war von Beginn der Besiedlung an der Lebensnerv Pfullingens. Die Wasserkraft der Echaz war einst die Grundlage der Industrialisierung. Die Baumannsche Mühle, heute in städtischem Besitz, ist heute ein Museum. Das Mühlrad ist immer sonntags (zu Museumszeiten) in Betrieb. Es handelt sich um ein "mittelschlächtiges" Wasserrad.

Die Wasserkraft wird auch heute genutzt. Die moderne Turbine erzeugt bei voller Last (von November bis Mai) bis zu 18 kW. Im Sommer, wenn die Echaz wenig Wasser führt, werden noch 3 kW erzeugt. Die Turbine erreicht eine Jahresproduktion von rund 100.000 kWh. Im Winter reicht der Strom für die Versorgung von 40 Einfamilienhäusern!

Wichtige ökologische Maßnahmen sind hier sowohl die Laubabsaugung am Rechen beim Wassereinlauf (das abgesaugte Laub wird nach unten umgeleitet und der Echaz wieder zugeführt) als auch die Fischtreppe, die als Aufstiegshilfe dient.

Hier kann man was erleben!

In der Mühle befindet sich ein Museum. Das informiert nicht nur über die Verbesserung der Mühlentechnik vom einfachen Mühlstein bis zum Walzenstuhl, nicht nur über die frühere Bedeutung der Kornmüllerei und über die soziale Stellung des Müllers, sondern auch über die Nutzung der Wasserkraft, beginnend mit verschiedenen Arten von Wasserrädern bis zur modernen Turbine.
Das Museum ist geöffnet von Mai bis Oktober, sonn- und feiertags von 14 - 17 Uhr. Weitere Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Baumannsche Mühle: 1799 erbaut; um 1500 erste Mühle an diesem Standort; 1963 stillgelegt; 1988 renoviert und Museum