Schlosspark

Hier kann man was erleben!

Besuche das historische Wasserrad im Schlosspark und versuche die Funktionsweise nachzuvollziehen.

Durch ihr starkes Gefälle und ihr reichliches Wasserangebot ist die Echaz seit Alters her prädestiniert, Antriebskraft von mittelalterlichen Mühlen und Wasserwerken neuzeitlicher Fabrikanlagen zu sein. So wurde Pfullingen im Laufe der Jahrhunderte zu einer Stadt der Mühlen. Neben Getreidemühlen reihten sich Säg-, Papier-, Flachs-, Hanf-, Öl-, Gips-, Pulver-, Schleif- und Walkmühlen entlang der Echaz und ihren Seitenkanälen. 34 Triebwerke waren es am Ende des 19. Jahrhunderts im Pfullinger Stadtgebiet. Heute sind es immerhin wieder vier Stück, die Strom produzieren.

Im Schlosspark ist noch ein unterschlächtiges Wasserrad aus dem Jahre 1835 (Antrieb einer Papiermühle) vorhanden, das von 1852 bis 1950 in der Leder- und Treibriemenfabrik Gebr. Klemm im Einsatz war. Kurz vor der historischen Schlossbrücke mündet der Eierbach in die Echaz. Mit einer Länge von 5 km ist der Eierbach der längste Bach, der auf Pfullinger Gemarkung entspringt und hier in die Echaz mündet, ohne dabei die Gemarkung verlassen zu haben. Der Eierbach war früher wegen plötzlicher Hochwasser gefürchteter als die Echaz. Deshalb wurde er im letzten Fließabschnitt durch Betonmauern ausgebaut. In heißen Sommern fällt er ganz trocken.